
Ignaz Schick (turntable, sampler, electronics, composition)
Stefan Voglsinger (field recordings, snare drum, electronics, composition)
Aras L. Seyhan (Abmischung)
Schick/Voglsinger LIVE setzt sich aus verschiedenen abstrakten elektroakustischen Elementen und Materialien zusammen und wurde während einer Residency von Schick im Setzkasten Wien Ende September 2024 in Echtzeit eingespielt. Schick benutzt dabei vornehmlich Turntable und Voltage Controlled Sampler während Stefan Voglsinger hauptsächlich selbstgebaute elektronische Instrumente, Snaredrum und Field Recordings einsetzt. Mit diesen Devices und viel gefundenem Klangmaterial erzeugen sie eine dichte teilweise fast harsche Klanglandschaft.
Ignaz Schick (*1972) ist ein in Berlin lebender Klangkünstler, Komponist und bildender Künstler. Er tritt auch als Instrumentalist an Turntables, Sampler, Objekten, Elektronik und Altsaxophon auf. Er lernte Saxophon und trat in Free-Jazz- und Avant-Rock-Bands auf. Gleichzeitig entwickelte er eine Leidenschaft für Mehrspur-Bandmaschinen, Plattenspieler und Effektgeräte und begann, mit selbstgebauten Instrumenten und Klanggeräten zu experimentieren. Nach dem College studierte er kurzzeitig an der Akademie der Bildenden Künste in München und arbeitete als Assistent des zeitgenössischen Komponisten Josef Anton Riedl. Seit 1995 lebt und arbeitet er in Berlin, wo er zu einer aktiven und integralen Kraft der sogenannten „Berlin Nouvelle Vague” und der aufblühenden „Echtzeitmusik”-Szene wurde. Er ist ein produktiver Kurator (Festival für Andere Musik, Erase & Reset, Time Shifts, TITO, Echtzeitmusiktage 2010, Flux Festival 2018, Fuchsfest 2021, REFLUX Festival 2022, …) und betreibt das experimentelle Musiklabel Zarek. Er tourt weltweit solo und mit Gruppen wie Perlonex, Phosphor, Berlin Sound Connective, Nighthawk Kitchen, Tree People, Splitter Orchestra oder ILOG und hat über 75 Alben auf vielen internationalen Labels und seinem eigenen Label veröffentlicht. Er hat mit mehr als 200 internationalen Klangkünstlern zusammengearbeitet – darunter Mwata Bowden, John Butcher, Don Cherry, Douglas R. Ewart, Limpe Fuchs, Sven-Åke Johansson, George Lewis, Paul Lovens, Roscoe Mitchell, Toshimaru Nakamura, Charlemagne Palestine, Andrea Parkins, Andrea Neumann, Keith Rowe, Akira Sakata oder Martin Tetreault. Seit 2012 konzentriert er sich auf konzeptuelle Komposition, Klanginstallationen und Forschung in verschiedenen Städten des Globalen Südens. Er leitet das 12-15-köpfige Workshop-Ensemble Circuit Training, das sich auf konzeptuelle, grafische und verbal angeleitete Partituren konzentriert.
Stefan Voglsinger (*1986) ist ein in Wien lebender Musiker und Performer. Er improvisiert mit selbstgebauten Instrumenten, Feldaufnahmen, Schlagzeug und Elektronik. Für seine Tonproduktionen verlegt er das Studio oft ins Freie, nutzt Resonatoren und gefundene Objekte als perkussive Elemente und integriert diese live in seine elektroakustischen Setups als instabile Systeme. Er entwickelt Performances und audiovisuelle Installationen auf Basis von selbstgebauten oder gehackten elektronischen Schaltungen und tourt damit live in Europa, Asien und Lateinamerika. Im Setzkasten – Studio, Labor und Veranstaltungsort – modifiziert er analoge Filmprojektoren, arbeitet in der Dunkelkammer und organisiert regelmäßig Konzerte, transdisziplinäre Abende und Residencies. Er arbeitet im Filmmuseum Wien, kuratiert das Klangkunstfestival Klangmanifeste und spielt mit dem Wiener Gemüseorchester.